Eine Lobeshymne auf den Sport

Sport ist Mord. Ich höre es mich noch klar und deutlich sagen, ungefragt und allen, die gerade anwesend waren, wenn es um sportliche Aktivitäten ging. Es ist noch nicht lange her, als ich Sport abgrundtief gehasst habe. Ich sah nicht ein, warum ich, ohnehin schon schlank und rank und in meinen Augen gesund, Sport betreiben müsse. Ausserdem: Mein Make-up zerläuft, wenn ich schwitze! Meine Nägel brechen ab, wenn sie von einem Basketball getroffen werden! Meine geglätteten Haare werden kraus, wenn ich sie dem Wasser aussetze! Nein danke. Ich konnte mir wirklich nichts schlimmeres vorstellen als Sport. Heute ist das Gegenteil der Fall. Ohne Sport drehe ich am Rad. Sport holt mich aus den tiefsten Löchern, gibt mir Energie, steigert mein Durchhaltevermögen in anderen Lebensbereichen, macht mich glücklich. Ich liebe Sport nicht nur, ich brauche Sport. Ohne Sport wäre heute Mord für mich.

Nun ist natürlich keine meiner Phasen besser oder schlechter, sie sind schlicht und einfach verschieden. Ich war damals sehr glücklich und zufrieden mit viel Schminke und ohne Sport, und heute ist das Mengenverhältnis umgekehrt und ich bin sehr glücklich und zufrieden ohne Schminke und mit viel Sport. Hauptsache glücklich sein. Was glücklich macht, darf und soll jeder und jede für sich selbst entscheiden. Falls ihr aber gerne mehr Sport machen würdet, es aber noch etwas an der Motivation hapert – look no further, I got you! Hier kommt mein Plädoyer für den Sport:

Der springende Punkt bei allem im Leben, das man erfolgreich anpacken will, ist die eigene Einstellung. Die gängige Einstellung des „Müssens“ wird dich nie weit bringen. Also wirf dieses „Jetzt muss ich noch zum Sport“ am Besten gleich über Bord. Du musst nicht. Du darfst. Du hast das Glück, Sport treiben zu können, physisch dazu in der Lage zu sein, und noch dazu das Privileg, verschiedene Sportarten ausprobieren zu können. Also nutze dieses Privileg, schaue, was dir Spass macht – denn Spass an der Sache verwandelt jedes Muss in ein Darf. Auch ich habe verschiedene Sportarten ausprobiert – Yoga, Pilates, Klettern, Rennrad fahren, Schwimmen, Zumba – und mache jetzt so eine Mischung aus allem, was mir zugesagt hat, je nach dem, auf was ich gerade Lust habe. Und ich mache es gerne. Ich liebe Sport, ich liebe das Gefühl, beim Radfahren die Schnellste zu sein und sogar E-Bikers und Menschen mit knackigen Waden auszustechen. Ich liebe die innere Ruhe und den Glow nach der Yogastunde. Das Glücksgefühl, das ich beim Sport verspüre, ist unvergleichlich. Natürlich habe ich auch manchmal Motivationsschwierigkeiten, aber die meiste Zeit bin ich einfach nur dankbar und zufrieden, das machen zu können, was mir Spass macht, was mich erfüllt.

P.S.: Rennrad fahren ist echt das BESTE! Probiert es unbedingt mal aus, ich war früher überhaupt nicht fürs Rennrad fahren zu begeistern, aber schon nach der ersten Runde wollte ich kaum mehr etwas anderes machen… Die schönen Landschaften, die man radelnd entdeckt, dieses Gefühl, wenn man den soeben erklommenen Hügel hinunterrast – unbezahlbar. Auf dem Rad fühle ich mich frei wie ein Vogel. Ich lerne meine Grenzen neu kennen, ich spüre meinen Körper, wie das Herz rast beim Erklimmen eines Hügels, wie die Beinmuskulatur brennt. Ich spüre die Kraft in mir. Bei der Abfahrt wiederum lasse ich alle Sorgen und Gedanken hinter mir, ich spüre den Wind, wie er durch mich durchbläst und mich reinigt, ich fühle mich frei und frisch und bereit für alles, was noch kommen mag. Es ist fantastisch. Plus: Man wird sehr schnell sehr fit, die Kondition verbessert sich und das ohne die Gelenke allzu sehr zu belasten, da Radfahren genauso wie Schwimmen ein low impact sport ist. Also: Ab aufs Rad und fahre vorsichtig!

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