Travel diary: London

Huuuu was für ein Abenteuer! Das vergangene Wochenende habe ich in London vebracht, und siehe da, auch im trauten Europa warten eine ganze Menge abenteuerliche Geschichten auf die Wundernasen, die sich in unbekannte Gefilde vorwagen…

Tag 1 startete mit einer kleinen Unannehmlichkeit, die ich mir selber eingebrockt habe – nicht damit rechnend, dass die Busfahrt vom Flughafen London Stansted ins Stadtzentrum schlappe zwei Stunden dauert, habe ich keinerlei Snacks eingepackt (für dauerhungrige Menschen wie mich ein Anfängerfehler mit tragischen Folgen, den ich leider schon viel zu oft begangen habe). Dies wiederum resultierte darin, dass ich während der gesamten Busfahrt meinem argentinischen Sitznachbarn (den man auch locker zum Frühstück hätte verspeisen können, äusserst knackig – kleine Notiz am Rande) die Ohren vollheulte, ich sei soooooo hungrig und wann wir denn endlich ankämen?? Wie dem auch sei, irgendwann war die Busfahrt zu Ende und ich am Ende. Schnell in den Prêt-à-manger gesprintet und zufrieden mit vollem Magen wieder herausspaziert (dem Himmel sei Dank für die Erschaffung dieser gesunden Fast-Food-Kette und verflucht sei derjenige, der fand, eine Expansion in die Schweiz sei nicht von Nöten). Danach wurde mir ziemlich schlagartig bewusst, dass ich mich auf meinen Aufenthalt in London eher schlecht als recht vorbereitet hatte. Keine Ahnung, was ich sehen wollte, wo ich schlafen würde, welchen Weg es einzuschlagen gelte, wenn ich denn wüsste, was ich sehen möchte… Zum Glück gibt es aber heutzutage überall Wlan im Tausch gegen persönliche Daten (immer her damit), also habe ich flugs eine Karte von London heruntergeladen, mich über must-sees informiert und einen Host auf Couchsurfing für die Nacht gefunden. Soweit, so gut. Anscheinend habe ich beim mich-informieren sehr informiert und einheimisch auf andere gewirkt, denn ein französischer Tourist fragte mich nach dem Weg zur nächsten Underground-Station. Und da diese auf dem Weg zum Hyde Park lag und ich mich dank Karte in London zurechtfand wie in meiner eigenen Hosentasche, spielte ich kurzerhand den Touri-Guide und führte ihn zur Station. Von heillos überfordert zu allwissend in einer Sekunde dank deinem Freund und Helfer, Google Maps! Yay! Mit stolz hervorgereckter Brust ob soeben erbrachter Heldentat flanierte ich anschliessend durch den Hyde Park, legte mich ein wenig in die Sonne und erholte mich von den Strapazen. Danach legte ich eine halbe Weltumrundung zu Fuss zurück, um zum Juice Baby’s in Chelsea zu gelangen (die haben Acai-Bowls direkt aus dem Paradies. So was Gutes hatte ich noch nie zuvor, und erst noch gesund und voller Vitamine für weitere Abenteuer! Nur 7 Pfund das Stück, läppisch haha). Während ich besagte Bowl naschte, lernte ich zwei Italiener kennen, die im Italo-Deli nebenan arbeiten und gerade Pause hatten, mit denen habe ich mich dann eine Weile amüsiert und mir frischgepressten Orangensaft aus sizilianischen Orangen spendieren lassen. Dann gings wieder um die halbe Welt zurück in den Hyde Park, wo ich Ben, einem sympathischen jungen Mann dabei half, den Abfall anderer Vollpfosten einzusammeln (an Karma-Punkten mangelt es uns jedenfalls nicht).

Ach ja, und mit schönstem Wetter wurde ich auch verwöhnt – so ein sonniges Wochenende ist für London ein echter Jackpot!

Frühstück im Juice Baby: Acai-Berry-Bowl (schmeckt viel besser, als es aussieht, ich schwöre!)

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Hyde Park inklusive Eichhörnchen 🙂

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Englands Architektur hat mich immer wieder vom Hocker gehauen. Am liebsten hätte ich jedes Haus einzeln fotografiert, die Backsteinhäuser, die weissen Häuser mit den dunkelblauen Türen, die kleinen Landhäuser… So schön! Und wenn dann noch die Blumen in den Gärten blühen, ist mein Entzücken umso grösser.

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Und die zwei netten Italiener:

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Abends hätte ich dann wie gesagt couchsurfen sollen. Long story short – der Host war nicht zuhause, als ich klingelte, und da es schon nach 11 Uhr abends war, beschloss ich, in ein Hostel zu gehen. Logischerweise ist die Auswahl so kurzfristig nicht allzu grandios und so endete ich schliesslich in einer Garage mit zwölf Betten, wovon drei mit schnarchenden Männern belegt waren, und einem Pub voller betrunkener alter Engländer im angrenzenden Raum, die mich alle nacheinander fragten, woher ich käme. Es war reizend.

Fast hätte ich das couchsurfen aufgegeben, wäre da nicht Tom gewesen, der mir am folgenden Morgen anbot, mich auf eine Tour durch die bekannteren und weniger bekannten Ecken Londons zu nehmen. Als er von meiner durchzechten Nacht hörte, bot er mir an, mich bei ihm aufzunehmen, was sich als wahrer Glücksfall erwies – nicht nur war er ein super Guide in London, er war auch ein guter Koch und hat mich fleissig mit Oliven aus dem heimischen Garten in Griechenland und frisch zubereiteter Tomatensosse versorgt. Ein hervorragender Fotograf war er auch und wurde nie müde, mich mit gutem Instagram-Content aus London zu versorgen. Sogar bearbeitet hat er die Fotos und Videos! Zudem war sein britischer Humor genau mein Ding, ich habe wohl selten soviel gelacht an einem Wochenende. Und geschnarcht hat er Gott sei Dank auch nicht. Ich sags ja, ein Glücksgriff sondergleichen.

Klassisches Touri-Programm: Carnaby Street, Notting Hill (vom ebenso klassischen roten double-decker aus fotografiert), Borough Market (mit den weltbesten veganen Schokoladencupcakes!), mit der Seilbahn über die Themse gondeln und ein Foto mit Yoda 😉

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Grosseinkauf für das Abendmahl:

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Und ein paar videografische Auszüge aus dem Leben in London:

Und die künstlerische Version davon:

Am Tag drei gings dann nach Brighton. Es war genial, ich konnte gar nicht aufhören zu grinsen, so viel abenteuerliches und lustiges und cooles ist mir noch selten in einem Tag passiert (ich wurde wortwörtlich in die Höhe katapultiert!). Dazu kommt noch ein Video, das kann allerdings noch ein wenig dauern – die GoPro ist neu, die Probleme häufen sich und ich bin nun einmal kein geborener Tech-Crack. Was nicht ist, kann allerdings noch werden, und ich habe schon einiges gelernt! Das wird noch, da bin ich mir ganz sicher. Nur soviel vorweg – ich war schwimmen. Jawohl, in den eisigen Gewässern Englands Mitte April war ich schwimmen, und zwar so richtig! Vielleicht sollte ich mich umtaufen lassen in Wima Hof? (Wim Hof, für alle die ihn nicht kennen).

Also dann ihr süssen Zuckerhasen, auf bald, I love you…

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…and keep smiling!! (Weil das Leben doch einfach GROSSARTIG ist!)

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