Travel diary: Den Haag und Amsterdam part 2

Nach dem ersten Teil meines Couchsurfing-Abenteuers in Holland und Belgien gehts nun weiter mit Teil zwei! Nach Antwerpen hatte ich Lust auf Natur, Strand und Meer und so habe ich mir einen Host in Den Haag gesucht und bin von da aus mit dem Rad nach Scheveningen gefahren, wo es eine wunderschöne, weitläufige Dünenlandschaft zu entdecken gibt. Danach bin ich ganz spontan schwimmen gegangen, das Bikini hatte ich gar nicht erst eingepackt, das Wetter war mir eigentlich viel zu garstig, aber ich kann der Verlockung eines Meerbads einfach nicht widerstehen. Also flugs nackig gemacht, rasch ins Meer gerannt, ein paar Wellen abgekriegt, einmal alles durchgespült und schnell wieder raus und warm angezogen. Es war arschkalt aber wunderschön – jederzeit wieder! Danach habe ich dank meinem Host eine private Tour durch die Anlagen der Urban Farmers erhalten, die halten auf dem Dachgeschoss eines Hochhauses Fische und ziehen Gemüse. Das Wasser wird in einem mir nicht ganz verständlichen Prozess zweimal verwendet, zuerst als Lebensraum für die Fische und danach mit Dünger angereichert für die Pflanzen, das Ganze ist also sehr platzsparend und ressourcenschonend. Später haben wir dann in einer Suppenküche im Gegenzug für ein sehr leckeres veganes Mahl den Abwasch gemacht. Die Gerichte wurden aus aussortiertem unförmigem Gemüse zubereitet, das ansonsten in den Abfall gewandert wäre. Mein Karmakonto wurde bestimmt mächtig aufgestockt an diesem Tag!

Am nächsten Morgen habe ich Jaime dann auf seiner täglichen Laufrunde begleitet (auf dem Fahrrad, versteht sich, ich bin schliesslich nicht wahnsinnig), der gute Mann trainiert gerade auf einen Halbmarathon und steckt in der Klausurenphase und hostet Couchsurfers. Diese Energie müsste man haben! Abends gings dann zurück nach Amsterdam, wo ich Dimitris in die Reggae Bar begleitet habe, in der er jeweils am Wochenende arbeitet. Um nicht einzuschlafen, habe ich mich mit tanzen beschäftigt und wachgehalten, und somit von zehn bis drei durchgetanzt. Als wir dann endlich in Richtung Boot verschwanden, wurde es schon langsam wieder hell… Verrückt! Die Avancen von irgendwelchen zugedröhnten Amsterdamern konnte ich mir mit dem Verweis, dass ich imfall mit dem Bartender da sei, auch ganz gut vom Hals halten haha. Am nächsten Tag sind wir dann wieder mit dem Boot ausgefahren, diesmal mit signifikant besserem Wetter als zu Beginn meines Trips, allerdings waren wir beide etwas übernächtigt und es war wohl nicht unsere beste Idee. Unerfahren wie wir sind, sind wir gegen ein anderes Boot gestossen, da in der engen Gracht beim besten Willen kein Platz für uns beide war und niemand schnell genug bremsen konnte, und auf dem Rückweg sind wir unter einer Brücke stecken geblieben, die wohl ein bisschen zu tief war… Schlussendlich mussten fünf Männer eines anderen Boots auf unseres wechseln, um mit ihrem Gewicht das Boot zu senken und eine Weiterfahrt zu ermöglichen. Viele blaue Flecken und blanke Nerven sowie einige Dellen und Kratzer und einen zerbrochene Solarzelle später sind wir dann pünktlich zu Dimitris Bar-Schicht wieder am Hafen angelangt. Im Nachhinein ist es ja noch halbwegs lustig, im Moment selber war es schon ein biiisschen zu abenteuerlich haha. Wie dem auch sei, ich habe einmal mehr die Nacht durchgetanzt und nach den ersten zwei Songs war die Sache auch schon wieder vergessen. Leben am Limit eben!

Das Video aus Den Haag:

Schön steril eingepackt für die Führung durch die Farm, die Jungs sind danach mit uns in der Suppenküche essen gegangen, die waren super unterhaltsam:

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Und das Video aus Amsterdam (vor all dem Boot-Trouble noch bei bester Laune haha):

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