Travel diary: Istanbul

Liebe Freunde! Ich glaube fast, ich habe meine neue Lieblingsstadt gefunden. Sie vereint die Schönheit von Paris, die Lebendigkeit Berlins, die Coolness Londons, sie ist am Meer UND über zwei Kontinente verteilt – die Rede ist natürlich von Istanbul! Was für eine wahnsinnshammermegamässige Knüllerstadt. Sie vermochte mich sogar um sieben Uhr morgens nach meinem durchzechten Nachtflug und Immigrations-Strapazen am Flughafen spielend leicht um den Finger zu wickeln. Kaum kam ich aus dem Flughafen, duftete es nach diesen wunderbaren türkischen Sesamkringeln und Tee von den süssen kleinen Verkaufsständen, und frisch gestärkt bin ich dann zuerst mit dem Bus und dann mit dem Schiff von Asien hinüber in den europäischen Teil der Stadt geschippert, mittem im schönsten Morgenlicht und begleitet von tausenden Seemöven. Da blieb mir doch glatt die Spucke weg. Und dann, auf dem Weg vom Hafen zum Hostel, kommt man von einer Moschee zur nächsten, überall schöne Häuser, grosszügige Parks, prunkvolle Paläste – hier lässt es sich aushalten! Und die Leute auf der Strasse kommen mir nach Ägypten direkt zurückhaltend vor, gucken vielleicht hier ein da ein wenig länger, aber zerren einen nicht fast am Ärmel in ihr Geschäft hinein – und das, obwohl ich hier alleine und nicht wie in Ägypten in männlicher Begleitung herumstochere.

Auf jeden Fall wirble ich gerade überglücklich durch Istanbul und geniesse das Grossstadtleben nach der Abgeschiedenheit in Ägypten, sauge so viele Eindrücke in mich auf wie es nur geht und versuche, meine doch langsam aufsteigende Müdigkeit mit türkischen Zimtschnecken und Pide zu ersticken, hihi. Die Linse meiner Kamera ist leider auch pünktlich zum Ablegen des Schiffes kaputt gegangen (weshalb ist mir ein Rätsel), weshalb ich von der wirklich traumhaften Überfahrt keine besonders herausragenden Fotos habe, aber vielleicht schippere ich nochmals zu Sonnenauf- oder Untergang über den Bosporus mit der bis dahin hoffentlich reparierten Kamera (sie befindet sich gerade beim Doktor, heute um drei ist die Stunde der Wahrheit, wish me luck!). Alles nach Lust und Laune in den nächsten Tagen. Einfach mal wieder Grossstadtluft schnuppern, sich in der Maendern und das unendliche Freiheitsgefühl geniessen, das sich hier wie nebenbei einstellt.

Update: Mittlerweile sind die drei Tage in Istanbul auch schon vorbei und auch aus Bangkok bin ich schon wieder ausgeflogen (ebenfalls eine GRANDIOSE Zeit!), das Reiseleben war bisher einfach viel zu spannend und kurzweilig, um auch nur eine Sekunde am Laptop zu verschwenden. Daher bin ich auch gar nicht dazu gekommen, obenstehenden Text und ein paar Fotos mit euch zu teilen. Passt schon, denn es zeugt von einer guten Zeit! Meine Kamera wurde tatsächlich innert wenigen Stunden und für läppische 15 Euro repariert, und somit konnte ich glücklicherweise auf meiner Abendexkursion über den Bosporus den Sonnenuntergang festhalten – es war sooooo schön, dies war der schönste Sonnenuntergang meines bisherigen Lebens! Und auch sonst hat mich Istanbul sehr sehr glücklich gemacht, was hauptsächlich an den Begegnungen lag – irgendwie lernt man in dieser Stadt an jeder Ecke jemanden kennen, wird zum Tee eingeladen, herumgeführt, angelächelt… Die Leute in Istanbul scheinen die Sonne in ihren Herzen zu tragen, so oft, wie sie strahlen! Auf dem einen Boot habe ich zwei Russen kennengelernt, mittels Google translate kommuniziert und die ganze Nacht lang durch die Stadt spaziert und herumgeblödelt, auf dem anderen Boot durfte ich im Steuerbereich mitfahren, von den Angestellten des Kamerageschäfts wurde ich zum Tee eingeladen, die Angestellten des Hostels haben ihre happy hour mit mir bis in die Morgenstunden langgezogen und derweil literweise Raki hinter die Binde geschüttet, mit Freunden vom Hostel bin ich durch die Stadt getingelt und habe die Moscheen bewundert, von einem Einheimischen habe ich eine Stadttour inklusive Verkostung von Baklava und gefüllten Kartoffeln erhalten… Istanbul ist doch einfach die freundlichste, strahlendste, vielfältigste, lebendigste Stadt auf Erden. Oder zumindest fühlte sie sich so an. Schlafen wollte ich nie, lieber aufbleiben bis früh morgens, jede Sekunde auskosten, jede Chance nutzen – und Chancen gab es unendlich viele. Ich kann es kaum erwarten, wieder hinzugehen! Manchmal bin ich ob der Schönheit dieses Lebens, ob der Freiheit, ob meiner Privilegien und all der Wunder hier auf dieser Erde echt für ein paar Minuten wie gelähmt und stehe nur irgendwo da und grinse wie ein Honigkuchenpferd. Genauso geht es mir gerade. Das Leben ist soooooo wunderbar ❤ ❤ ❤ ❤ Take care babies and hear from you soon, greetings from beautiful Myanmar!

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3 Gedanken zu “Travel diary: Istanbul

  1. I really like reading your blog !!! My german must not be so bad because I understood most of it haha. I’m not sure about what you said about men in Istanbul though, do you mean that they were not looking at you in the street as much as in Egypt ? I’ll be in Istanbul in a few months so it’s nice to have some insider info haha :p

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    1. thank youuu Florence! what I meant is that they’re less agressive in their sales behaviour, in Egypt they don’t take no for a no and they almost physically pull you into their shops whereas in Istanbul they also approach you but it’s easy to say no and just walk on, I generally perceived the people in Istanbul as very respectful of your boundaries and privacy which was nice 🙂 anyways Istanbul is an awesome city and I’m sure you’ll have so much fun! I can highly recommend the Orient hostel, it’s cheap and has a killer rooftop bar with view on the Hagia Sophia! 😋

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      1. Okay !! From what you said Egypt reminds me of some touristic places in Perú where I would say no but the taxi cab would still follow me 😂
        Seems alright then 😊 thanks for the tip, I’ll check it out 🙌🏻
        Enjoy your trip 😃

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