Wer bin ich?

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Es erstaunt mich immer wieder, wie verrückt die Leute mich finden (daher auch der Name – la vera loca – ein bisschen verrückt bin ich wohl tatsächlich).

Woah, eine 20-jährige macht sich Gedanken über den Sinn des Lebens – unglaublich. Ja hoffentlich mache ich mir Gedanken über den Sinn des Lebens, und du solltest es auch tun! Oder willst du bloss ziellos rumirren? Ich bin sehr dafür, Dinge auszuprobieren – Jobs, Ernährungsweisen, Sportarten – you never know if you don’t try. Und das Leben muss, kann und soll nicht linear verlaufen. Aber wonach beurteilst du, ob diese ausprobierten Dinge passend sind für dich oder nicht, wenn du deinen Sinn des Lebens nicht kennst? Denn schliesslich solltest du dich fragen können – macht dieser Job, diese Ernährung, dieser Sport für mich und in meinem Leben Sinn? Für mich persönlich und nach momentanem Erkenntnis- und Erfahrungsstand ist der Sinn des Lebens zufrieden zu sein und zu lernen. Also frage ich mich: Macht mich dieser Job zufrieden, kann ich etwas dabei lernen? Der Sinn des Lebens, der jeder und jede für sich selber finden und immer wieder anpassen muss, ist eine Art Leitsatz, eine Venus, an der man sich orientieren kann in den Wogen des Lebens.

Oder – woah, bei dir sieht es so aus, als seist du eben erst eingezogen! Dein Zimmer ist ja leer! Du übertreibst es langsam mit deiner Ausmisterei, bald besitzt du gar nichts mehr! Was zur Hölle ist so seltsam und aussergewöhnlich an der Idee, nur das zu behalten bzw. anzuschaffen, das man tatsächlich braucht? Warum sollte ich Kleidungsstücke behalten, die mir nicht mehr gefallen, die mir zu klein sind, oder die ich aus sonstigen Gründen nicht mehr trage? Weshalb sollte ich Bücher behalten, die ich nie oder kein zweites Mal lesen werde? Warum messt ihr materiellem Besitz eine solche Bedeutung zu? Es ist mir egal, ob ein Mensch jeden Tag dasselbe trägt, solange er nicht stinkt. Ich habe beschlossen, dass ich nur noch behalte, was ich tatsächlich auch gebrauche. Und das ist nun mal nicht viel. Denn ich fühle mich in ein paar wenigen Jeans, Pullovern, Shorts und Kleidchen am wohlsten. Mehr brauche ich nicht. Ein Fahrrad, zwei-drei Bücher, die mich immer wieder aufs Neue inspirieren, den geerbten Schmuck, den ich täglich trage. That’s it. Komisch? Für mich ist es logisch.

Das bin ich. 20-jährig, minimalistisch, deep diver mit einem Hang zum Philosophieren, reisesüchtig, vegan, fit as fuck, body positive, Sommerkind, alte Seele. Ich nehme ungern ein Blatt vor den Mund (oder zwischen Finger und Tastatur) und lebe meine Persönlichkeit aus, wie sie nun mal ist. Unapologetically me. Mit diesem Blog nehme ich eine neue Herausforderung an und schaffe eine Plattform für alles, was mich bewegt – ganz getreu dem Motto „talk less, do more“. Einfach mal machen und ausprobieren. Blog aufschalten, schauen was passiert, nichts erwarten, alles geben. Ich teile, was mich begeistert, und vielleicht begeistert es ja auch dich.

Meine Beiträge verfasse ich auf Englisch oder Deutsch. Mal so, mal so, kommt ganz darauf an, nach was mir der Sinn gerade so steht. Wie im echten Leben eben, da wechsle ich auch ganz gerne hin und her.